BIOGRAPHIE (deutsch)
Das Morpheus Quartett wurde 2011 gegründet und vereint vier sehr unterschiedliche Persönlichkeiten aus vier sehr unterschiedlichen Ländern. MinJung Kang und Kana Sugimura (alternierende Violinen), Justin Caulley (Viola) und Uwe Hirth-Schmidt (Cello) haben all das gemein, was schon hunderte Male in Solisten-Biographien geschrieben wurde: unzählige Wettbewerbserfolge, die Zusammenarbeit mit anderen Top-Instrumentalisten etc. etc. gemein, vor allem aber und das muß die erste Motivation für jeden sein, der mit diesen Qualifikationen einen solch abenteuerliches Leben wagt, teilen sie eine tiefe Faszination für Musik.
Die Braunschweiger Zeitung zuletzt: "da passte einfach alles - lupenreine Intonation bis in höchste Höhen, punktgenaues Zusammenspiel, filigrane Pianissimo-Passagen und kraftvolle dramatische Ausbrüche".
Seit der renommierten European Chamber Music Academy-Mitgliedschaft, welche international führende junge Streichquartette und Klaviertrios fördert, hat das Quartett wichtige Impulse u.a. von Johannes Meissl (Artis Quartett), Hatto Beyerle (Alban Berg Quartett), Erich Höbarth (Quatuor Mosaïques), Hariolf Schlichtig (Cherubini Quartett) und Ferenc Rados in ihrer Arbeit erhalten und u.a. in Wien, Paris, Manchester, Vilnius und in Berlin konzertiert.
Der Zugang dieses Ensembles ist ein bißchen anders als man es normalerweise von einem Streichquartett erwartet, denn das Morpheus Quartett arbeitet nicht mit dem Ziel, die Musik streifenfrei sauber zu spielen. Kammermusik - und innerhalb dieser: Streichquartette - repräsentiert normalerweise den Gipfel der Kunst jedes Komponisten. Es ist eine Lebensaufgabe, alles über diesen unaussprechlichen Reichtum herauszufinden und geht weit über Intonation, Synchronisation und Balance hinaus. Die Musik muß frisch gehalten werden, für die Ausführenden wie für das Publikum. Diese Maximen haben ihren Preis, denn nichts ist schwerer als das Recht auf eine koexistierende aber differierende Meinung bei einer Angelegeheit von tiefster Wichtigkeit für einen selber zu akzeptieren.
Und wo gerade von Akzeptanz gesprochen wird: hier ein paar Schlüsseldetails über Mitglieder des Morpheus Quartetts für den Fall, daß der geneigte Leser tatsächlich Vergnügen beim Studieren von Musiker-Biographien hat.
MinJung Kang (*Seoul) debütierte neunjährig mit dem Seoul Youth Philharmonic und hat seither das Publikum in Asia, America und Europe auf Bühnen wie dem Konzerthaus Berlin, Gasteig München, Herkulessaal München, Schloss Elmau, Kuppelsaal Hannover, Shriver Hall Baltimore, Radio Hall Poznan, Noga Theater Tel Aviv, Ntl.Hall Taipei und Seoul Arts Ctr.Hall gefesselt. "1st class performance", um nur eine überschrift der Baltimore Sun zu zitieren. Sie trat mit dem BR Sinfonieorch., Münchner & Postdamer Kammerorch., Jeunesse Musicale World, Amadeus Radio Chamber, Taipei Symphony, KBS Symphony & Seoul Philharmonic, im TV, Radio und CD auf. Top-Preise und Publikums-Auszeichnungen u.a. bei ARD, Taipei, Postacchini, Dong-A, Concert Artists Guild, Friedberg Prize, Wun-Pa Prize als Instrumentalistin des Jahres. Sie musizierte mit Mitgliedern des Tokyo String Quartets, des Chung Trios, des Peabody Trios, den Salzburger Solisten und der Berliner Philharmoniker und erhielt Einladungen zu verschiedenen Musikfestivals u.a. dem Rheingau Musik Festival. Sie war stellv. Konzertmeisterin an der Komischen Oper Berlin und unterichtet an der HMTM Hannover.
Kana Sugimura (*New York) begann im Alter von fünf Jahren und studierte mit Yfrah Neaman in England, Takashi Shimizu in Japan und Krzysztof Wegrzyn in Hannover. Sie erhielt den Acanthus Prize für herausragende Interpretation, das Meiji-Yasuda Foundation Stipendium und Top-Preise u.a. bei Intl. Violinwettbewerb Hannover, Intl. Jeunesses Musicales Competition Belgrad, Shabyt Intl. Competition Kasachstan, Yokosuka Intl. Competition, Intl. Violin Competition Qingdao China, Premio Trio di Trieste Kammermusikwettbewerb. Sie trat u.a. mit dem NDR Radiophilharmonie, Amadeus Chamber Orchestra des Polnischen Radios, Japan Symphony Orchestra, New Japan Philharmonic, Osaka Century Orchestra, Baltic Symphony Orchestra, Goettingen Symphony Orchestra und dem Tivoli Symphony Orchestra und mit bekannten Musikern wie Walter Delahunt, Karin Merle, Ivry Gitlis, Mitgleidern des Szymanowski Quartetts und Leonid Gorokhov auf.
Justin Caulley (*Stuttgart) wuchs in Kansas auf. Er studierte bei John Graham an der Eastman School of Music in Rochester (New York), mit Thomas Riebl an der Universität Mozarteum in Salzburg und mit Thomas Selditz an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Er ist seit 2004 ständiges Mitglied des International Musicians Seminar in Prussia Cove/England und wird dort regelmäßig zu den Open Chamber Music sessions eingeladen, ebenso als "New Horizons Fellow" zum Aspen Music Festival. Er tritt mit bekannten Künstlern und Ensembles wie Thomas Selditz, Christian Altenburger, dem Mahler Chamber Orchestra und dem Ensemble Modern Frankfurt auf und war stellv. Solobratscher beim Konzerthausorchester Berlin. Er ist Solobratscher beim Ensemble Resonanz und unterichtet an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.
Uwe Hirth-Schmidt (*Lahr) trat in der Carnegie Hall, Lincoln Ctr., Berlin Philh. & Konzerthaus, Hamburg Musikhalle, Munich Philh., London Wigmore Hall, Brussels Philh. und Amsterdam Concertgebouw auf. Er erhielt Preise beim Bundeswettbewerb JM, Südwestd. Kammerwettb., Baden-Baden Intl., Offenburger Musikpreis, Caltanissetta, Trapani, Folkwang , Deutscher Musikwettewerb. Die New York Times schrieb, sein "Jacques Thibaud Trio is the first string trio to have as major career...success is sure to come to them". Er nahm 6 CDs und Produktionen mit WNYC, Voice of America, WQED, NPR Perf.Today, St.Paul Sunday, KUHF, Radio Bremen, RBB/SFB, NDR auf, gab Meisterkurse in Princeton, Cornell, MIT, UCLA, Duke, Carnegie Melon, Johns Hopkins, Rice und Festivals wie Musica Mundi Brüssel. Als Solist bedachte ihn die Berliner Morgenpost mit einer Cellokonzert-Wunschliste und lobte, wie schon sie NY Times, seine musialische Autorität. Er spielt mit den Salzburger Solisten und anderen Ensembles.
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